Botulinumtoxin A („Botox“)

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Botulinumtoxin A („Botox“) 2017-05-19T09:32:33+00:00

Gezielte Botulinumtoxin-Injektionen in definierte mimische Muskelgruppen führen zur Ausschaltung der mimisch bedingten Faltenentstehung. Die Wirkung von Botulinumtoxin beruht auf einer Blockierung der Freisetzung von Acetylcholin an cholinergen Nervenendigungen, wodurch es nach einer intramuskulären Injektion zu einer Hemmung der Muskelkontraktion kommt und der Muskeltonus gesenkt wird. Der volle Behandlungseffekt tritt schon nach 2-10 Tagen ein. Der Effekt hält ungefähr drei bis sechs Monate an. Der Einsatz von Botulinumtoxin für die Behandlung von Glabellaregion („Zornesfalte“), Stirnregion („Denkerfalten“) und periorbitalen Falten („Krähenfüße“) wurde über die letzten beiden Jahrzehnte durch eine Vielzahl großer prospektiv kontrollierter, randomisierter Studien wissenschaftlich belegt; sodass Botulinumtoxin-Injektionen zum aktuellen Zeitpunkt sowohl kurz- als auch langfristig als sicher und wirksam eingestuft werden.

Inzwischen wird Botulinumtoxin für eine Vielzahl weiterer Mimik-bedingter Falten im unteren Gesichtsdrittels im „off-label-use“ eingesetzt. Die Behandlung von Nasenfalten („bunny lines“), Oberlippenfalten, Marionettenfalten, „Wangenknitterfältchen“, Kinnfalten oder Platysmafalten sollten dabei dem erfahrenen Kollegen vorbehalten bleiben, da hier auf Grund der individuellen anatomischen Gegebenheiten kleine Behandlungsfehler schwere unerwünschte Folgen haben können. Bei uns werden alle genannten Areale allein mit Botulinumtoxin oder nach individuellem Bedarf in Kombination mit anderen ästhetischen Verfahren behandelt. Am Ende der Behandlung sollte ein natürliches Ergebnis im Vordergrund stehen („weniger ist mehr“), dieses wird am besten mit einem Touch-up nach ungefähr zwei Wochen erreicht.

Bei korrekter Indikationsstellung und richtiger Dosierung sind Nebenwirkungen nach Injektion von Botulinumtoxin äußerst selten und beinhalten in erster Linie leichte Schmerzen bei der Injektion, Rötung und kleine Hämatome. Selten können Kopfschmerzen nach Injektion im oberen Gesichtsdrittel auftreten. Die gefürchtete „Lidschwere“, „Druck auf den Lidern“ und/oder ein „hängendes Oberlid“ kann durch angemessene Dosierungen in den allermeisten Fällen relativ einfach vermieden werden.