Ein chemisches Peeling bewirkt die Schälung von Teilen der Epidermis (Oberste Hautschicht) und ggf. Dermis (Lederhaut) mit dem Ziel, erneuernde Prozesse in der Haut zu induzieren.
Medizinische Peelings eignen sich durch Oberflächenerneuerung der Haut, sonnen- oder altersbedingte Hautveränderungen, Falten, Pigmentflecken, Grobporigkeit der Haut und Aknenarben zu bessern oder zu beseitigen. Je nach Eindringtiefe in die Haut können chemische Peelings in oberflächliches, mitteltiefes und tiefes Peeling unterteilt werden. Beim oberflächlichen Peeling wird nur die Epidermis zerstört, bei mitteltiefen Epidermis und obere Teile der Lederhaut und beim tiefen die Epidermis und fast vollständige Lederhaut.

Zur weiteren Steigerung des Effekts, insbesondere eines oberflächlichen Peelings, empfehlen wir zusätzlich zum Peeling eine oder zwei Mikrodermabrasionsbehandlungen. Bei diesem Verfahren wird durch feinste Mikrokristalle, die mittels Air-Rotation oder Vakuum sanft auf die Haut gebracht werden, die oberste Hautschicht kontrolliert mechanisch abgetragen. Allein dadurch wird die Hautoberflächenbeschaffenheit deutlich verbessert, das Hautbild erscheint feiner und regeneriert. In Kombination mit einem Peeling wird der Effekt deutlich gesteigert.

Vor jedem Peeling muss die Haut über mindestens zwei Wochen vorbereitet werden. Zur Vorbehandlung bieten sich Rezepturen und Fertigpräparate, die z. B. AHA und/ oder deren Salze, Retinoide, Salizylsäure, Hydrochinon und/oder andere bleichende Wirkstoffe enthalten, an. Dieselben Wirkstoffe werden für die Nachbehandlung verwendet.

Zudem ist die neu gebildete Haut sehr lichtempfindlich, so dass sie Sie nach und während der Behandlungsdauer regelmäßig durch Anwendung eins Sonnenschutzmittels, das sowohl im UVA- und UVB-Bereich (LSF 50 oder 50+) wirkt, schützen sollten. Abhängig von der Tiefe des durchgeführten Peelings bestehen Rötung, Schwellung oder auch Krusten über einen bis einige Tage, bei TCA-Peels eine Woche bis zehn Tage.