hautarzt-muenchen-filler-behandlung

Für die Behandlung von oberflächlichen oder tieferen, nicht durch Mimik hervorgerufenen Falten und den Ausgleich von Volumendefekten werden heutzutage überwiegend resorbierbare Füllmaterialien eingesetzt. Die in Deutschland vorrangig verwendeten Filler beinhalten in erster Linie Hyaluronsäure, Poly-L-Milchsäure (Sculptra), Calciumhydroxylapatit (Radiesse) und Eigenfett. Sie unterscheiden sich zum Teil deutlich in Bezug auf Dauer des Effekts und Abbauverhalten, Injektionstiefe (dermal („Lederhaut“), subkutan („Unterhautfettgewebe“), supraperiostal („oberhalb des Knochens“)) und Risikoprofil. Eine genaue Kenntnis des verwendeten Produkts ist für ein gelungenes, nebenwirkungsarmes Ergebnis zwingende Voraussetzung. Abhängig vom Behandlungsziel kann beispielsweise unvernetzte (oberflächliche Injektion feinster Knitterfältchen) oder unterschiedlich hoch vernetzte Hyaluronsäure (mitteltiefe bis tiefe Falten, Volumendefekte) eingesetzt werden. Beliebte Alternativen zur Augmentation („Füllung“) der Schläfen-/Jochbein- und Wangenregion stellen autologes Fettgewebe und die oben genannten, die Kollagenneubildung induzierenden Substanzen dar. Während letztere im Vergleich zur Hyaluronsäure häufig länger anhaltende Effekte zeigen, kann die Haltbarkeit von Eigenfett abhängig vom Ort der Injektion und Alter des Patienten zum Teil deutlich variieren. Je nach verwendetem Material hält der Fülleffekt normalerweise ca. 6-18 Monate an. Danach muss die Behandlung wiederholt werden. Permanente (dauerhafte) Filler setzten wir wegen der z. T. schwerwiegenden möglichen Nebenwirkungen nicht ein.

Vor allem beim Ausgleich von Volumendefekten im Rahmen der Gesichtsaugmentation kommt der Beratung und der Berücksichtigung von individuellen Gesichtsproportionen und -formen eine besondere Bedeutung zu. Die Kenntnis der anatomischen Gegebenheiten ist dabei von großer Bedeutung. So kann zur Wangenaugmentation geeignetes Material beispielsweise unterhalb des Musculus zygomaticus major und minor plaziert werden. Die injizierte Menge kann je nach individuellen Gegebenheiten zum Teil deutlich variieren – allerdings sind für einen erfolgreichen Volumenaufbau im Mittelgesicht (auch als „liquid lifting“ bezeichnet) häufig 4 ml und mehr notwendig. Insgesamt zeichnet sich vor allem bei der Volumenaugmentation ein Trend zur Verwendung von „stumpfen“, atraumatischen Kanülen unterschiedlicher Lumina ab. Das Risiko von Gefäß- und Nervenverletzungen wird dadurch erheblich minimiert.

Lippenformung: Je nach vorgegebenen anatomischen Voraussetzungen kann nur eine leichte Konturierung des Lippenrandes oder eine Vergrößerung des gesamten Volumens notwendig und sinnvoll sein. Die Lippen sollen natürlich wirken und zu den Gesamtproportionen ihres Gesichts passen, und auf gar keinen Fall sog. „Schlauchboot-Lippen“ darstellen. Für die Lippenaugmentation setzen wir ausschließlich abbaubare Hyaluronsäureprodukte ein. Der Effekt hält je nach eingesetzter Materialmenge und individuellen Gegebenheiten zwischen 6 und 12 Monate an. Das Material passt sich hervorragend dem Gewebe an und erhalten so die natürliche Elastizität und Flexibilität Ihrer Lippen.

Nebenwirkungen: Wie nach jeder Injektion können auch hier im behandelten Areal Rötungen, Schwellungen, Spannungsgefühl, Hämatome („blaue Flecken“) oder leichte Schmerzen auftreten. Diese Erscheinungen vergehen aber nach einigen Stunden bis einigen Tagen. Die Langzeit – Verträglichkeit der von uns verwendeten Füllsubstanzen wurde in verschiedenen Studien mit insgesamt mehreren Tausend Patienten getestet (keine Granulome oder andere schwerwiegenden Komplikationen).