Betroffene Hautregionen werden mindestens vier Wochen lang vor der Behandlung mit einer Vitamin A haltigen Creme vorbereitet. Beim Verfahren selbst wird die natürliche Entzündungsreaktion in der Haut durch einen mit 1,5 mm langen Nadeln besetzten Roller induziert: Der Behandler fährt mit einem nadelbesetzten Roller unter kontrolliertem Druck vertikal, horizontal und diagonal über die Haut des zu behandelnden Areals. Die Nadelstiche erzeugen tausende von Mikrowunden in der Lederhaut und regen so Hautzellen zur Kollagenneubildung an, die dann im Ergebnis eine verbesserte Hautqualität produziert. Das Needling kann an allen Körperregionen und bei allen Hauttypen angewandt werden. Gut behandelbar sind sonnengeschädigte Haut, Falten, Narben, Aknenarben, Brandnarben, Schwangerschaftsstreifen und Hyperpigmentierung. Der Eingriff kann in Lokalanästhesie (in Form einer lokal betäubenden Creme) durchgeführt werden. Direkt nach der Behandlung ist das behandelte Gebiet stark gerötet, geschwollen und zweigt einige kleine Mikroblutungen. Die Rötung nach dem Eingriff nimmt innerhalb einer Stunde deutlich ab, kann aber für ungefähr ein bis zwei Tage weiter bestehen. Eine leichte Schwellung ist besonders in Regionen mit dünner Haut (Periorbitalregion) bis hin zu zwei bis vier Tagen nach dem Eingriff möglich. Der Eingriff ist für den Patienten im Vergleich zu anderen Methoden äußerst schmerzarm. Aufgrund der Nadellänge von 1,5 mm sind der Methode bei Abwägung der Vorzüge und der möglichen Nebenwirkungen dennoch einige Grenzen gesetzt. Für sehr dicke bzw. tiefe Narben und tiefe Falten ist die Nadellänge von 1,5 mm nicht ausreichend. Hier muss ggf. auf eine Nadellänge von 3 mm gewechselt werden. Diese Methode ist allerdings nur in einer Vollnarkose durchzuführen, und ist mit erheblich größeren Nebenwirkungen vergesellschaftet.