Leider nehmen die Nebenwirkungen im Bereich der minimal-invasiven ästhetischen Eingriffe eher zu als ab. Exzellente Kenntnisse der Anatomie, der verwendeten Materialien, assoziierter Techniken und eine korrekte Indikationsstellung sind Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches, nebenwirkungsarmes und damit verantwortungsvolles Arbeiten im minimal-invasiven Bereich. Eine sorgfältige Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen und die zu erwartenden Ergebnisse, sowie ein „weniger ist mehr “ Ansatz in Verbindung mit geplanten touch-up -Sitzungen sind unserer Erfahrung nach förderlich für eine hohe Patientenzufriedenheit. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen zur Verbesserung von einzelnen Falten, altersbedingten Volumendefekten und Hautlaxheit beschrieben. Bei den meisten Optionen handelt es sich um effektive aber auch nicht ungefährliche Instrumente, die in die Hand von erfahrenen Behandlern gehören, um Fehlbehandlungen oder unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Neben erforderlichen Sachkundeweiterbildungen und ausreichend praktischen Erfahrungen mit der jeweiligen Methode, stellen eine eindeutige vorangehende Diagnosestellung und ausführliche Aufklärung über die Behandlung die Basis für eine erfolgreiche Therapie dar. Diese beinhaltet auch, übersteigerte Erwartungen zu dämpfen und von unsinnigen Behandlung abzuraten. Von Laienbehandlungen durch Nichtärzte, die zunehmend im kosmetischen Bereichen angeboten werden, raten wir dringend ab.