Eine Hypertrophe Narbe wird als rötliche Bindegewebswucherung definiert, die die Grenze der ursprünglichen chirurgischen oder Verletzungswunde nicht überschreitet. Das Wachstum ist meist in den ersten sechs Wochen beschleunigt. Eine spontane Rückbildung kommt gelegentlich vor, ist aber nicht die Regel.

Nach einer deutlich verlängerten Reifungszeit von ungefähr zwei Jahren bleibt oft eine, einer Kordel ähnliche, etwas verbreiterte Narbe zurück.
Die Behandlung erfolgt meist mittels Vereisung und je nach Ausprägung durch das Einspritzen von kleinen Mengen an flüssigem Kortison direkt in das Narbengewebe. Dieses Verfahren muss in Abständen von ca. vier bis acht Wochen je nach Größe und Dicke der Narbe einige Male wiederholt werden.

Als Nebenwirkungen können nach dem Vereisen kurzfristig Blasen im behandelten Gebiet auftreten, durch das injizierte Kortison können harmlose Gefäßneubildungen und ein Schwund des Unterhautfettgewebes entstehen. Deshalb sollten diese Behandlungen durch einen mit dieser Methode vertrauten Behandler durchgeführt werden. Nachdem die Narbe abgeflacht ist kann mit einem Farbstofflaser die Rötung verbessert werden. Alternativ kann versucht werden, mit einem abtragenden (fraktionieren) Laser (Er:YAG, CO2) das übermäßige Narbengewebe zu entfernen. Im Allgemeinen sind die Erfolgsaussichten bei dieser Art von Narbe gut.