hautarzt-muenchen-keloid-wulstnarbe

Keloide überschreiten typischerweise die Grenze der ursprünglichen Verletzungswunde und wachsen lippenförmig häufig mehrere Jahre immer weiter. Keloide sind derb, wulstig, stark gerötet und verursachen häufig Juckreiz oder Druckschmerzen. Die Behandlung von Keloiden gestaltet sich ungleich schwerer als die Therapie von hypertrophen Narben. Keloide bleiben häufig über mehrere Jahre hin aktiv, nehmen an Größe zu und jucken oder schmerzen. Zunächst wird versucht diese Aktivität zu reduzieren. Hier kommen neben Vereisung und Einspritzen von Kortison inzwischen auch spezielle Chemotherapeutika zum Einsatz, die wie das Kortison in minimalen Mengen direkt in das Keloid Gewebe injiziert werden.

Insgesamt sind je nach Größe der Narbe die Erfolgsaussichten gut, allerdings werden häufig deutlich mehr Behandlungssitzungen als bei der Therapie von hypertrophen Narben benötigt. Sobald das Keloid keine Symptome mehr verursacht und in der Größe deutlich abgenommen hat kann auch hier versucht werden, die Narbe durch die Anwendung eines Farbstofflasers unauffälliger zu machen. In seltenen Fällen kann eine Operation notwendig sein. Diese ist allerdings nur nach Scheitern aller anderen vorhandenen Ansätze sinnvoll, da leider in vielen Fällen die frische Narbe erneut anfängt zu wachsen und eventuell größer wird als das zuvor bestehende Keloid. Ein neueres Verfahren stellt die intraläsionale Kryotherapie dar, bei der das Keloid durch eine bestimmte Sonde von Innen heraus vereist wird. Dieses Verfahren ist gut verträglich, allerdings benötigt das Keloid einige Zeit (Wochen bis Monate) bis es sich selbstständig zurückbildet. Meist sind nur wenige Behandlungen notwendig, Nebenwirkungen sind vergleichsweise selten.