Verbrennungsnarben werden den hypertrophen Narben zugeordnet, können sich aber bei entsprechender Anlage und Lokalisation auch wie Keloide entwickeln. Die Behandlung der Narben gestaltet sich häufig besonders schwierig, da Verbrennungsnarben meist relativ großflächig sind und im Bereich von Gelenken zu Bewegungseinschränkungen durch sogenannte Narbenkontrakturen führen können. Insofern sind Vereisung und Injektion von Kortison nur in umgrenzten Arealen sinnvoll. Für großflächige Narben kommt seit langer Zeit Druck in Form von Druckanzügen oder Verbänden zum Einsatz, die individuell angepasst werden und mindestens über Nacht über mehrere Monate hin getragen werden müssen. Vor allem bei kleinen Kindern und/oder frischen Verbrennungsnarben kann diese Methode gut funktionieren, das Narbengewebe wird flacher, glatter und weicher.

Seit einiger Zeit werden zunehmend fraktionierte CO2-Laser eingesetzt, die punktuell zum einen überschießendes Narbengewebe abtragen und weiterhin durch kleine Mikroverletzungen in der Tiefe zu einem Umbau des Narbengewebes führen. Hiermit können laut verschiedener Studien auch bei älteren Verbrennungsnarben Verbesserungen erzielt werden; die Narben werden weicher, glatter und die Spannung lässt nach. Diese Veränderungen beruhen wahrscheinlich auf relativ komplexen Veränderungen verschiedener Zytokin- und Wachstumsfaktorkonzentrationen und einer Wiederherstellung der ursprünglichen (physiologischen) Kollagenarchitektur.
Die Behandlungen (mehrere Sitzungen ca. alle drei Monate notwendig) können in Lokalanästhesie unter peri-operativer Antibiotika-Gabe und Herpesprophylaxe ambulant durchgeführt werden. Der Heilungsverlauf gestaltet sich nach eigener Erfahrung komplikationslos. Das Areal ist nach der Laserung ca. eine Woche rot, geschwollen und schuppt und sollte nicht der Sonne ausgesetzt werden, da bei fast allen Laserbehandlungen die Gefahr von Pigmentverschiebungen existiert.
Die in der aktuellen Literatur beschriebenen, äußerst positiven Ergebnisse können wir basierend auf einer aktuell von unserer Arbeitsgruppe durchgeführten Studie bestätigen – sind oft aber erst nach mehreren Monaten zu erwarten.
Alternativ kann versucht werden, mit einem Nadelroller (Medical Needling) das Narbenbild zu verbessern.